Agility

Die ersten Übungsstunden – Lehrjahr(e?)
Bevor es an die Praxis geht, erfolgt eine theoretische Einweisung in den Agilityübungsbetrieb. In den ersten Übungsstunden werden Hund und Mensch, die gemeinsam ein Team bilden, behutsam an die ersten niederen Sprünge herangeführt. Schon hier werden wichtige Grundelemente, wie den Hund links oder rechts zu führen und auch das links oder rechts Schicken erlernt. Ein weiters beliebtes Hinderniss in der ersten Stunde, insbesondere bei den kleinen Hunden, ist der feste Tunnel. Werden die einfachen Geräte sicher und problemlos beherrscht, ist eine Basis zum erlernen der schweren Geräte vorhanden. Da die Agilityausbildung ohne jeglichen Zwang oder Gewalt erfolgt, ist eine ausgiebige Belobigung nach jeder gelungen Aktion unumgänglich.

Agility Teilnehmer aus Mörstadt

Großes Vertrauen innerhalb des Teams ist Grundvoraussetzung für eine vernünftige Arbeit in der Ausbildung, da optische und akustische Signale die einzigen Führungs- und Korrekturmöglichkeiten sind.

Hilfsmittel wie Leinen oder ähnliches werden nicht verwendet. Abwechslung in der Ausbildung ergibt sich automatisch, da kein festes Schema eingübt wird, sondern aus den Geräten immer neue Kombinationen gestellt werden.

Folgende Geräte sind im Agilityparcour des IRJGV enthalten:
die Hürden der Viadukt oder die Mauer
der feste Tunnel
der Sack-Stofftunnel
der Reifen
der Weitsprung
der Slalom
die Kavalettis (Kleinsthindernisse)
Kontaktzonenhindernisse:
die Wippe
die Steilwand
der Laufsteg

Die erste Prüfung – Gesellenprüfung Nach Abschluß der „Lehrzeit“ folgt die „Gesellenprüfung“ in Form einer A1-Prüfung. Ein A1 Parcour besteht aus 10 bis maximal 14 Geräten, enthält mindestens zwei Richtungswechsel und höchstens drei Kontaktzonengeräte. Die Wegstrecke von mindestens 100m wird mit einer Bewegungsgeschwindigkeit von 1,8 bis 2,2 m/s zurückgelegt. Die für die Bewertung relevante Standardzeit errechnet sich aus Wegstrecke/Bewegungsgeschwindigkeit. Da an den einzelnen Geräten Fehler bzw. Verweigerungen passieren können zählt in erster Linie die Fehlerfreiheit und erst in zweiter Linie die Zeit.

A2-Prüfung – die „Meisterprüfung“ Der höhere Schwierigkeitsgrad einer A2-Prüfung besteht in einer erhöhten Anzahl von maximal 20 Hindernissen, die auf einer Wegstrecke von bis zu 200m bei einer erhöhten Bewegungsgeschwindigkeit von höchstens 3,5 m/s zurückgelegt werden müssen. Es müssen höchstens vier Kontaktzonehindernisse überwunden werden.

Innerhalb des IRJGV bestehen weitere Möglichkeiten sein Können unter Beweis zu stellen. Im einzelnen sind dies die IRJGV-Cup Turniere, die Deutsche Agilitymeisterschaft und Vergleichskämpfe auf nationaler und internationaler Ebene. Durch Freundschaften innerhalb der ÖHU (Österreichische Hunde Union) entstanden Freundschafts und Vergleichskämpfe. Interessenten wenden sich an die jeweiligen Landes bzw. Ortsgruppen.